Donnerstag, 11. April 2019

Das Wort zum Freitag - Monster ante portas


Das Monster steht vor den Toren des Europäischen Gerichtshofes der Menschenrechte in Straßburg, und das gleich drei mal.

Zuerst hat die polnische Kirche dort Beschwerde eingereicht, vor drei Wochen dann die Niederländer, jetzt wird.  Die Beschwerde ist eingereicht und wir haben alles hineingelegt. Dabei hatten wir nicht nur Unterstützung von der Giordano Bruno Stiftung und dem Institut für Weltanschauungsrecht, unser bewährter Anwalt Dr. Rath hat sogar ein Gutachten in Auftrag gegeben.

Dieses Gutachten beleuchtet aus religionsphilosophischer Sicht die Frage: „Handelt es sich bei der Kirche des Fliegenden Spaghettimonsters Deutschland e.V. um eine Weltanschauungsgemeinschaft?“ Gleich im ersten Satz wird festgestellt: „Die Kirche des Fliegenden Spaghettimonster Deutschland e.V. unterscheidet sich in ihrer Ausrichtung und Grundhaltung grundlegend von anderen Kirchen des Fliegenden Spaghettimonsters weltweit.“
Das war uns wichtig, damit der EGMR unsere Beschwerde nicht mit den beiden anderen gleichsetzen kann. Die fordern ihre Anerkennung als Religion. Das Pastafaritum ist dort also Selbstzweck. Anders bei uns. Wir geben offen zu, dass wir die Lehre vom Spaghettimonster nur als Stilmittel benutzen, um unsere eigentliche Absicht, die Förderung des evolutionären Humanismus, besser umsetzen zu können.


Unsere Beschwerde richtet sich deshalb gegen die in Deutschland versagte Anerkennung als Weltanschauungsgemeinschaft und die damit einhergehende Diskriminierung. Entsprechend beginnt die Schilderung des Sachverhalts der Beschwerde: „Der Beschwerdeführer sieht sich selbst als Weltanschauungsgemeinschaft und möchte von seinem Recht auf Weltanschauungsfreiheit Gebrauch machen und seine weltanschaulichen Rituale praktizieren. Dieser Status wird ihm von deutschen Gerichten jedoch abgesprochen und die Ausübung seiner Weltanschauungsfreiheit in Teilen verweigert. Auch findet eine Diskriminierung gegenüber Religionsgemeinschaften im Bezug auf die Gewährung von Privilegien statt.“

„Dem Beschwerdeführer geht es vor allem um eine Gleichbehandlung von religiösen und wissenschaftlich orientierten Weltanschauungen, insbesondere dem evolutionären Humanismus.“ und „Kein Gericht hat sich ernsthaft und vertieft damit beschäftigt, dass der Beschwerdeführer eine Weltanschauungsgemeinschaft ist. Für das Landgericht kam es darauf schon nicht an, das Oberlandesgericht hat die Frage ohne Sachaufklärung unter der Annahme zu enger Voraussetzungen verneint, das Bundesverfassungsgericht die Klärung der Frage verweigert.“ sind andere markante Feststellungen des Sachverhalts.

Die Begründung der Beschwerde ist naturgemäß recht juristisch und da sicher nicht für euch alle wirklich so interessant. Diesen Passus, in dem ich die juristischen Hinweise ausgelassen habe, möchte ich aber doch noch erwähnen:
„Weltanschauungs- und Religionsgemeinschaften besitzen Privilegien, die das Erreichen ihrer Ziele vereinfachen. Dazu gehört das Aufstellen von Gottesdiensthinweisschildern an Ortseingangstraßen. Bei der Verteilung dieser Ressourcen verpflichtet Art. 9 EMRK die staatlichen Behörden zur Neutralität und verbietet Diskriminierungen. Eine solche Diskriminierung liegt vor, da der Beschwerdeführer eine Weltanschauungsgemeinschaft ist und ihm das Recht zur Schilderaufstellung verwehrt wird. Hier wird dem Beschwerdeführer durch alle beteiligten staatlichen Stellen abgesprochen, eine Weltanschauungsgemeinschaft zu sein. Das wirkt sich auf sein Recht auf kollektive Religionsausübung aus, wenn er für seine Nudelmesse nicht in gleichem Maß werben darf, wie andere Religionsgemeinschaften. Objektive Gründe sind dafür nicht ersichtlich. “

Anlass unseres Marsches durch die Instanzen war ja die skandalöse Rücknahme der Genehmigung zur Aufstellung unserer Nudelmessenhinweisschilder. In dem Sinnen endet dann auch die Beschwerde:
„Nach den verwaltungsrechtlichen Regelungen dürfen Religionsgemeinschaften und Weltanschauungsgemeinschaften auf ihre Gottesdienste unter den selben Voraussetzungen (Anlagen 16 – 18) hinweisen. Sie sind gleich zu behandeln. Die Reduzierung des Beschwerdeführers auf eine Religionsparodie verkennt die auf dem evolutionären Humanismus beruhende Weltanschauung des Beschwerdeführers. Eine ausreichend tiefgehende Auseinandersetzung mit der vom Beschwerdeführer vertretenen Weltanschauung lassen alle behördlichen und gerichtlichen Entscheidungen vermissen. Wenn aber der Beschwerdeführer wie hier erneut dargelegt, eine Weltanschauungsgemeinschaft ist, dann müssten seine Nudelmessenhinweisschilder auch neben den Gottesdiensthinweisschildern der Amtskirchen stehen dürfen. Dem Beschwerdeführer wird das vorenthalten. “

Das Gutachten von D. Wakonigg, M.A. Philosophie und Kath. Theologie, stellt zunächst fest, was zu klären ist:
„I.) ob es sich beim evolutionären Humanismus der Giordano-Bruno-Stiftung, auf den sich die Kirche des Fliegenden Spaghettimonsters Deutschland e.V. beruft, um eine Weltanschauung handelt,

II.) ob das Hinterfragen bzw. Kritisieren von dogmatischen Anschauungen und Handlungen sowie Religionen der Weltanschauungseigenschaft entgegensteht oder ob selbiges Bestandteil einer Weltanschauung sein kann,

III.) ob der Einsatz satirischer Mittel der Weltanschauungseigenschaft entgegensteht oder ob selbiger Bestandteil einer Weltanschauung sein kann,

IV.) ob es sich bei der Kirche des Fliegenden Spaghettimonster Deutschland e.V., wie von ihr behauptet, um eine evolutionär-humanistische Weltanschauungsgemeinschaft handelt.“

Das wird auf 20 Seiten klar und nachvollziehbar untersucht. Falls es euch interessiert, werden wir es komplett in einem nächsten Wort zum Freitag veröffentlichen. Auch wenn das sicher nicht schwer war, mich hat es total überzeugt. Wenn es um Beschwerden aus Deutschland geht, werden die in Straßburg zu 95% abgelehnt. Unserer Beschwerde und diesem Fazit des Gutachtens sollten die Richter aber folgen können:

● Die Kirche des Fliegenden Spaghettimonster Deutschland e.V. versteht sich als Weltanschauungsgemeinschaft im Sinne des evolutionären Humanismus der Giordano-Bruno-Stiftung. Ihr Zweck ist die Verbreitung der Weltanschauung des evolutionären Humanismus.

● Die Kritik an Religion und Dogmatismus ist ein integraler Bestandteil humanistischer Weltanschauungen im Allgemeinen und des evolutionären Humanismus der Giordano-Bruno-Stiftung im Besonderen.

● Satirische Ausdrucksformen sind ein Bestandteil des evolutionären Humanismus der Giordano-Bruno-Stiftung.

● Die Kirche des Fliegenden Spaghettimonster Deutschland e.V. ist als eine eigenständige Strömung oder „Konfession“ der Weltanschauung des evolutionären Humanismus zu bewerten.

● Die Kirche des Fliegenden Spaghettimonster Deutschland e.V. unterscheidet sich in ihrer Ausrichtung und Grundhaltung grundlegend von anderen Kirchen des Fliegenden Spaghettimonsters weltweit.

● Für andere Kirchen des Fliegenden Spaghettimonsters ist die Religionssatire des Fliegenden Spaghettimonsters und die hiermit verbundene Religionskritik Selbstzweck. Für die Kirche des Fliegenden Spaghettimonster Deutschland e.V. ist diese Religionssatire dagegen lediglich ein Mittel, um ihrem höheren weltanschaulichen Zweck nachzukommen.

Ich bin jedenfalls mehr als gespannt.

Zwei gute Nachrichten habe ich aber gleich für euch. Weil ihr in den letzten Jahren bei unseren Rechtsstreitigkeiten recht spendabel wart und weil wir dieses Mal von der Giordano Bruno Stiftung und dem Institut für Weltanschauungsrecht unterstützt werden, brauchen wir nicht zu einer Spendenkampagne aufrufen.
Statt dessen bitten wir euch aber sehr, die im Mai startende Buskampange 2.0 zu unterstützen, durch direkte Spenden, durch Teilen des Spendenaufrufs, durch aktive Mitarbeit, wie auch immer.

Die andere gute Nachricht kommt vom Institut für Weltanschauungsrecht. Das hilft nämlich nicht nur uns, sondern allen, die bei Rechtsstreitigkeiten grundsätzliche Weltanschauungsfragen berühren und dort diskriminiert werden. Wer dort Sorgen hat, findet dort die richtigen Ansprechpartner und ggf. Übernahme der Kosten.

Deshalb hier der  Aufruf:

Wehrt euch!

Ihr seid nicht mehr allein.



Donnerstag, 28. März 2019

Spaghettimonster bald unter Beobachtung des Verfassungsschutzes?



Nein, noch ist es nicht soweit, aber auszuschließen ist es wohl nicht mehr. Zu merkwürdig war das, was Alexander Stier gerade vor Gericht passiert ist. Alexander schildert das auf Facebook so:

"Ich möchte von einer bemerkenswerten Erfahrung berichten. Am Montag, den 25. März war ich als Angeklagter in einem Strafprozess vor dem Amtsgericht Bensheim geladen. Die Anklage lautete: "Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten." Die Staatsanwaltschaft behauptete u.a., ich hätte einem Priester der RKK den Totschlag angedroht, und seinem Ministranten ein schweres Verbrechen. Soviel zum Kontext. Jetzt zur Kirche des Fliegenden Spaghettimonsters Deutschland, namentlich Rüdiger D. Weida, bekannt auch als Bruder Spaghettus. Der Vorsitzende fragte mich ohne jeden erkennbaren Zusammenhang: "Kennen Sie einen Bruder Spaghettus?" Worauf ich mit "ja" antwortete. Darauf kam die Frage: "Haben Sie mit Bruder Spaghettus Kontakt?" Die Frage beantwortete ich ebenfalls mit "ja". Und die letzte Frage lautete wie folgt: "Wie oft?" Dazu sagte ich: "Gelegentlich". Ich gebe den Vorfall unkommentiert zur Kenntnis."

Was sollte diese Nachfrage? Weder das Spaghettimonster, noch unser Verein noch ich selbst waren auch nur im entferntesten Teil des Verfahrens. Eigentlich fällt mir nur eine Erklärung ein, die die Nachfrage des Richters rechtfertigt: der Kontakt wurde entweder als erschwerend oder als entschuldigend für den behaupteten Tatbestand gewertet. Entweder ist Alexander selbst Anhänger einer staatszersetzenden Sekte oder aber unschuldig unter ihren schädlichen Einfluss geraten.

Beidem gemein ist die, immerhin gerichtsrelevante, negative Einschätzung unserer Kirche. Unter diesem Gesichtspunkt ist zu fürchten, die Überschrift oben könnte doch noch wahr werden.
Ganz anders scheint man das allerdings in Erksdorf zu sehen. Dort sind wir seit Jahren beim Fasching dabei. Unsere Truppe, wir sind so zehn bis zwanzig Leute die sich noch aus alten Studententagen kennen, hat dort schon oft einen Kostümpreis gewonnen.

In diesem Jahr gingen wir leer aus, aber nur bei den Kostümen. Nachdem dort der erste Preis vergeben war, gab es erstmalig einen Sonderpreis. Ich wurde auf die Bühne gerufen und bekam den "Preis für das Lebenswerk". Nicht nur, weil der Prinz bei der Verleihung erwähnte, dass ich beim Fliegenden Spaghettimonster bin, war klar, diese Ehrung hat auch etwas mit IHM zu tun.
Auch der Preis selbst, der noch kurz vorher schnell vom Discjokey etikettiert wurde, lässt daran keinen Zweifel.

Danke, Erksdorf, bis 2020 ein kräftiges Ekka, Ekka, He-He-He


Was wir wirklich für eine dufte Truppe sind, davon konnte man sich am letzten Sonnabend bei der Nudelmesse der Spreeräuber im Knofel überzeugen. Gut, dass wir dort Stammkunden sind. Immerhin waren statt der angemeldeten 15 Personen dann 22 da. Ein Tisch wurde noch schnell dazu gestellt, allerdings mit der Bemerkung, der wäre in zwei Stunden bestellt. 


Bis dahin hatte sich dann aber eine andere Lösung gefunden. Wir konnten in Ruhe essen und unsere Messe zelebrieren. Dabei waren einige Gäste sehr interessiert und ließen sich sogar ein Textblatt geben, um gemeinsam mit uns zu singen. 


Als wir dann nach dem Heiligen Abendmahl noch Flyer anboten, wurden uns an jedem Tisch dankbar welche abgenommen. Ein englisch sprechendes Pärchen bemerkte sogar stolz, es hätte auf dem Smartphone schon unsere Website gefunden.

Auf, zur nächsten Nudelmesse. Wenn es wieder so weit ist, gibt es den Termin dann hier. Die Bitte, dass sich dann möglichst alle auch anmelden, gibt es schon mal jetzt. Es ist doch einfacher, für uns und für das Restaurant.

Freitag, 18. Januar 2019

Das Recht auf unversehrte Genitalien - Facebookvariante

Rituelle Beschneidung eines Kindes durch einen muslimischen Arzt in 
einem deutschen Universitätsklinikum. Es bestand keine Vorhautverengung.
Bild:  Matthias Schreiber

Einführung: Wegen dieses, da noch nicht unkenntlich gemachten, Bildes wurde Bruder Spaghettus von Facebook drei Tage gesperrt. Da das Foto wichtig ist um zu sehen, wie groß und tiefgreifend der Eingriff ist, gehört es aber unbedingt dazu. Unzensiert ist es unter obigem Titel auf pastafari.eu zu finden.
Es ist allerdings wirklich heftig. Wer sich das ersparen möchte, kann nun hier weiter lesen.

Irakisch-kurdische Regierung will weibliche Genitalverstümmelung vollständig abschaffen, diese gute Nachricht des hpd gab das Thema für das heutige Wort.

Ich gebe zu, erst mal war ich überrascht, dass es überhaupt eine irakisch-kurdische Regierung gibt. Dann kam die Überlegung, es geht also nur um eine Region, aber immerhin. Beim Lesen der Kommentare war dann klar, das Thema muss tiefer beleuchtet werden.

Es wurde gefordert, gegen jede Genitalverstümmelung vorzugehen und auch die männliche zu verbieten.

Wer da denkt, die ist doch harmlos, täuscht sich schwer. Es gibt verschiedene Formen der weiblichen Verstümmelung, die schwerste, die etwa 15% der Fälle betrifft, ist klar schwerwiegender. Die Mehrzahl ist aber etwa gleich schwer oder sogar harmloser als die männliche Verstümmelung. Jährlich sterben nicht nur Frauen, sondern auch Männer an "Beschneidungen", ein Begriff, der viel zu verharmlosend ist.

Es gibt einen Unterschied. Bei Männern ist es in wenigen Fällen medizinisch sinnvoll, doch einen Eingriff vorzunehmen. Einen grundsätzlichen Vorteil aus hygienischen Gründen, wie man lange in den USA vermutet hat, gibt es nicht. Immer sind die Nachteile viel größer.

Es gibt einen weiteren Unterschied. Die männliche Genitalverstümmelung kommt weltweit etwa 5 mal häufiger vor als die weibliche. Deshalb, und weil die weibliche nur vorkommt, wo es auch die männliche gibt, kann man die männliche als die ursprüngliche Form ansehen.

Was läge also näher, als davon auszugehen, wer gegen genitale Körperverletzung bei Männern kämpft, bekämpft automatisch auch die weibliche?

Natürlich dürfen wir uns trotzdem immer freuen, wenn wenigstens die FGM (F
emale Genital Mutilation) bekämpft wird. Es sollte aber auch klar sein, die endgültig auszurotten ist nur möglich, wenn auch die MGM (Male Genital Mutilation) ausgerottet wird. Auch, und gerade dort, wo religiöse Gründe angeführt werden.

Nein, das bedeutet eben nicht, diese zu verbieten. Wer als Erwachsener seinem Aberglauben gemäß das schaffen möchte, was seine oberste Spukgestalt scheinbar nicht konnte, nämlich einen Penis ohne Vorhaut, kann das gern tun. Verboten werden würde lediglich, dass Eltern ihre Kinder ihrem eigenen Aberglauben opfern dürfen. Da überwiegt dann das Recht des Kindes auf körperliche Unversehrtheit und auf  seine eigene Religionsfreiheit klar die Religionsfreiheit der Eltern.

Punkt. 


Sonntag, 23. Dezember 2018

Spreeräuber auf Lucia




Wie ihr alle wisst, trafen wir uns gestern vor dem Lucia Weihnachtsmarkt in der Kulturbrauerei. In alter Tradition verteilten wir unsere Flyer, um die wahre WeinAchtsgeschichte denen, die sie noch nicht kennen, zu bringen. Zuvor trat wieder ein engagierter Herr an uns heran, um sein Hausrecht zu verkünden und vor uns wildem Haufen zu schützen. Müde lächelnd gingen wir darauf nicht weiter ein, nicht einmal ein zorniges Arrrgh entschlüpfte uns. Sein „Haus“ war uns nämlich egal. Unser Ziel waren die Passanten, die auf dem Wege zu Lucia waren. Das Monster war voll auf unserer Seite. Es sorgte für Wetter, das nicht zu kalt, windig, verregnet oder gar verhagelt war. 


Mit großem Enthusiasmus verteilen alle Piraten fast im Akkord die Flyer. Die Passanten rissen sie uns förmlich aus den Händen. So gut lief es noch nie. Außerdem stellte sich heraus, dass eine Spitzencrew am Werke war. Ohne große Absprachen verteilten wir unser Material, kamen uns nicht in die Quere und hatten alle unseren Spaß und gelegentlich gab es auch Gespräche mit den Passanten. 

 

Zur Freude aller bekamen wir Unterstützung aus Moskau. Sveti Spaghetti gesellte sich zu uns, an ihrer Seite Ruafo Ravioli, der in einem früheren Leben Handelsvertreter gewesen sein muss. Er wickelte die Passanten in Gespräche ein, nicht ohne ihnen die wahre WeinAchtsgeschichte in die Hand zu drücken. Es lief wie am geölten Seemannsgarn.

Was will man mehr, werdet ihr euch fragen. Nun ja, wir bekamen Hunger. So warnte uns Luftpirat, schnell was zu trinken, damit man nicht auch noch Durst bekommt. Also zogen wir im Knofel ein und gönnten uns ein richtiges Festmahl, bestehend aus mehreren Gängen und viel Bier. Selbst eine neue Kreation, das Knoblauch-Tonic, machte nicht vor uns Halt. Eine klasse Crew hatte einen tollen Abend. Bruder Spaghettus und ich machten sogar noch richtig fette Beute an diesem Abend. 


Danke, es war schön mit euch. So kann es im neuen Jahr weiter gehen.
Arrrgh



Donnerstag, 20. Dezember 2018

Anwalt dringend gesucht!

Das ganz große Gefecht steht bevor, wir segeln zum Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR).
Dafür wollen wir aufrüsten.

Unser bewährter Anwalt Dr. Rath wird wieder Steuermann auf unserer Fregatte sein. Aber in diesem Battle soll er Unterstützung bekommen. Wir suchen einen Rudergast für ihn. Einen, der die Strecke kennt, weil er sie schon mal gesegelt ist.

Wer kennt einen Anwalt mit Erfahrung am EGMR, einen, der mit Freude bei der Arbeit wäre und im Idealfall aus dem humanistischen/säkularen Hafen kommt?
Bitte meldet euch bei uns per Mail, falls ihr einen solchen kennt oder gar Kontakt zu einem habt: info@pastafari.eu

Bei dieser Schlacht geht es um alles. Deshalb wollen wir noch weiter aufrüsten. Wir möchten unseren Anwälten ein Gutachten mitgeben. Dazu brauchen wir jemand, der das schreibt, jemand mit besonderer Sachkunde auf dem Gebiet Religion/Weltanschauung, jemand mit entsprechender Ausbildung, z.B. Theologie, Philosophie oder so. Im Idealfall jemand, der durch Titel oder Job eine entsprechende Reputation hat. Vor allem aber auch hier jemand, der der humanistischen/säkularen Idee nahe steht.

Wer kennt eine(n) Sachverständige(n) für unser weltanschauliches Gutachten?Bitte schickt auch hier eine Flaschenpost mit der Kontaktadresse an info@pastafari.eu

Bei der Finanzierung bekommen wir Unterstützung. Auch unsere Kriegskasse gibt schon was her, wir sind bereit, sie zu leeren. Natürlich würden wir uns freuen, wenn doch noch ein paar Taler in der Kiste bleiben. Vielleicht möchte die Eine oder der Andere von euch indirekt mit an Bord sein, wenn in Straßburg die Kanonen donnern und wieder etwas in die Schatztruhe legen. Wir würden uns mächtig freuen, über das Gold, aber noch mehr darüber, dass ihr uns so zeigt, wir segeln nicht allein und unser Ziel ist ehrenwert.

Dr. Rath hat bereits Material gesammelt. Im Januar geht es an die Ausarbeitung der Klageschrift. Spätestens im März soll die dann beim EGMR sein. Das ist nicht so viel Zeit, wie es erst einmal aus sieht. Bitte hört euch um, teilt diesen Aufruf und versucht uns zu helfen.

Bisher war immer Verlass auf euch, wir sind sicher, daran hat sich nichts geändert.

Danke.

Dienstag, 11. Dezember 2018

Weihnachtsmarktaktion 2018



Es ist wieder so weit. Das Lichterfest, von den Ungläubigen auch Weihnachten genannt, naht wieder.

Wie immer damit auch unsere jährliche Aktion am Lucia Weihnachtsmarkt . Dort werden wir unsere wahre WeinAchtsgeschichte unter die Leute bringen und bestimmt, wie immer, interessante Gespräche führen.

Treffpunkt ist 15:00 Uhr am Eingang Kaackstraße der Kulturbrauerei. Bis etwa 16:30 Uhr werden wir da zu finden sein. Wer uns unterstützen oder einfach mal mit uns reden möchte, ist herzlich willkommen.

Das gilt auch für das anschließende Aufwärmen im Knofel, Wichertstraße 33a. Dort werden wir ab 17:00 Uhr sein und bis ca. 19:00 Uhr bleiben.

Wir freuen uns schon auf euch. 


Sonntag, 21. Oktober 2018

Nudeln im Knofel



Wir können es auf die knappe Formel bringen: 


Wer´s verpasst hat, hat was verpasst.


Tolle Stimmung am vollen Tisch, neue, wirklich nette Piraten, Feng Chin Wen von den Humanistischen Pastafari Taiwans als Gast, vier Erwachsenentaufen und ein Gottesgericht. Monster, was willst du mehr. 


Sehet, staunet, freuet euch und seid das nächste Mal mit dabei, wenn die Spreeräuber wieder einladen.  :)

Wer aus Brandenburg oder Berlin ist, kann uns auch gern seine Mailadresse schicken und wird dann immer informiert.











Montag, 15. Oktober 2018

Nudelmesse am 20.10.18


Wir tun es wieder.

Aber nicht, wie auf dem Bild, auf dem Kleinen Bunkerberg sondern im Knofel, 10439 Berlin, Wichertstr. 33.

18:00 Uhr geht es los.

Alle Pastafari und Interessierten sind herzlich eingeladen.

Sonntag, 16. September 2018

Samstag, 1. September 2018

Wir sind wieder da!



Tja, lange Zeit lag das Berliner Schiff auf Reede. Nicht, weil es reparaturbedürftig war, sondern weil die Berliner und Brandenburger immer auf dem ganz großen Kahn der Mutterkirche unterwegs waren. Deren Messen und Treffen fanden fast immer in der Hauptstadt statt. Das wird sich nun ändern, denn die richten sich stark nach dem Wohnort des Vorsitzenden. Erik Eliche, der seit Ende Mai da das Ruder in der Hand hat, kommt aus dem Süden der Republik. Also müssen wir wieder selber in Fahrt kommen.

Die guten News, das sind wir schon. Sogar mit einem neuen Namen: "Spreeräuber".
Ein Schelm, wer da irgendwie eine Verbindung zu Seeräubern sieht. :)

Unser Treffen auf dem Kleinen! Bunkerberg im VP Friedrichshain musste auf Grund der Trockenheit leider, anders als geplant, ohne Grill auskommen. Aber Nudelsalat, Bockwurst, Käse und andere Leckereien passten auch prima zum Bier.

Aber erst mal gabs die Messe. Das Einläuten mit Nudelsieb schien Luna in ganz besondere Stimmung zu versetzen. 




Als es dann aber zum Abendmahl Spaghetti gab, stand sie die ganze Zeit bei Fuß und als evolutionäre Humanisten war es für uns selbstverständlich, dass auch Tiere teilnehmen dürfen. 



Noch nie habe ich dann, als der kleine Hund an der Reihe war, so schnell ein Spaghetti verschwinden sehen. Das war auch für die Fotografin einfach zu schnell.






Natürlich sind wir nach dem Ende der Messe noch eine Weile sitzen geblieben und haben über dieses und jenes gequatscht. Sehr schön war, es gab auch Besucher von außerhalb des Vereins. Die sind sehr gern gesehen und dürfen auch Spreeräuber werden. Wer dazu Lust hat oder wer einfach benachrichtigt werden möchte, wenn wir uns das nächste Mal treffen, kann einfach eine Mail schicken an 

Dann kommt ihr mit in unseren Verteiler. Die nächste Messe wird aber erst im Oktober sein, dann wieder in unserem Stammlokal, dem Knofel.
Vorher kommt ja noch das Jahrestreffen in Köln am 22./23. September. Auch da dürfen natürlich nicht nur Vereinsmitglieder anreisen.

Also macht mit, wir freuen uns auf euch.


Dienstag, 12. Februar 2013

Auf! Auf!

Auch im inzwischen nun nicht mehr ganz so neuen Jahr lassen wir uns (passend zur Jahreszeit) das Nudeln nicht verbieten und treffen uns kommenden Samstag ab 18:00 zur Nudelmesse.

Dieses mal in Kreuzberg bei Mikoto - Vietnam Gourmet direkt am [U1]-Bahnhof Schlesisches Tor.

Alte Bekannte und neue Interessenten sind natürlich wie immer herzlich eingeladen.

Freitag, 30. November 2012

Weihnachtszeit ist Nudelzeit

Bald ist erstes Pastat, sie nahen wieder, die Holidays, oder wie wir hier sagen, das Nudlige Lichterfest, das größte Fest der Pastafarigemeinde. 
Leider hat diese Wahrheit immer noch nicht alle erfasst. Viele sagen immer noch Weihnachten zu diesem alten Fest und halten sogar Weihnachtsmärkte ab. Um diesen unerträglichen Zustand abzuändern, führt unsere Kirche jedes Jahr eine Lichterfestaktion durch. 
In diesem Jahr 
am 15.12. 
auf dem Lucia Weihnachtsmarkt in der Kulturbrauerei Berlin. 
Um 15:00 Uhr
treffen wir uns dort, gehen ne Runde über den Markt und verteilen neben den legendären Fleischbällchen auch unseren Lichterfestflyer. Dann stellen wir uns am Eingang Knaackstraßé auf und verteilen dort so lange, bis die Flyer alle sind. Erfahrungsgemäß dauert das 1 bis 1,5 Stunden. Anschließend gehts in ne gemütliche Kneipe. In welche, entscheiden wir vor Ort. 

Wer mitmachen oder einfach mal uns treffen möchte, ist herzlich eingeladen.

Mittwoch, 15. August 2012

Bundesweites Pastafari Treffen

Liebe Gemeinde,


ihr werdet es selbst schon gemerkt haben, wir wachsen ständig weiter. Nicht nur  in der öffentlichen Wahrnahme, nicht nur im Blick der Medien, auch und vor allem in der Zahl der Mitglieder. Unsere Facebookgruppe hat die 1000er Mitgliederlatte übersprungen.
Aber nicht nur im Netz sind wir gewachsen, auch die Zahl der Vereinsmitglieder hat sich im letzten Jahr verdoppelt. Wenn wir dann noch alle die mitzählen, die immer mal als Gäste bei unseren Nudelmessen dabei sind, zeigt sich klar, wir haben längst das Stadium des Internetphänomens verlassen und sind im wirklichen Leben angekommen.

Höchste Zeit also, das einmal mit einem bundesweiten Treffen zu zeigen. Natürlich nicht nur für Vereinsmitglieder, sondern für alle Pastafari und Sympathisanten. Nur einen Piratenhut oder ein Piratentuch, vielleicht ne Augenklappe und ne Waffe, sollte jeder dabei haben. 

Das Treffen findet am 08./09.September statt. Wir wollten das Treffen einigermaßen zentral legen und sind so auf Schwarzenberg/Melsungen gekommen. Dort gibt es an diesen Tagen die 750 Jahrfeier inclusive eines Mittelaltermarktes. Genau das richtige für uns. Wir werden einen eigenen Stand auf dem Markt haben und am Sonnabend Nachmittag eine öffentliche Nudelmesse abhalten. 

Eine Anfrage beim Zeltplatz Melsungen ergab, dass wir dort problemlos übernachten können. Die Preise sind, finde ich, moderat und Zeltplatz passt doch prima zu uns. 
Damit wir in etwa abschätzen können, auf welchen Ansturm wir uns bei der Nudelmesse vorbereiten dürfen, wieviel Piratenfischbandanas wir noch mitbringen sollten und wie groß der Topf sein muss, in dem wir unsere Spaghetti kochen, und auch um dem Zeltplatz eine Groborientierung zu geben, bitte ich alle die Lust haben dabei zu sein, sich bei mir zu melden. Entweder hier im Kommentar, bei Facebook oder per Mail an spaghettus*et*freenet*punkt*de.

Ich hoffe, ihr schreit jetzt alle laut "Hier" und freue mich neben bestimmt guten und interessanten Gesprächen und Erlebnissen schon, den Einen oder die Andere von euch einmal persönlich kennen zu lernen. :)

Montag, 2. Januar 2012

Frohes Neues!

Ein frohes neues Jahr wünscht wir euch allen. Wir feiern den Beginn des Neuen mit einer neuen, unseren, Webseite www.pastafari.eu. Schaut vorbei und seid kein Ei ;)

Sonntag, 25. Dezember 2011

Das Fest der Liebe

Pünktlich zum gerade stattfindenden "Fest der Liebe" erreicht uns "The Sex Prayer to the Flying Spaghettimonster" von Dr. Darrel Ray. Beim besinnlichen Lesen dieser Zeilen umgab mich sofort eine wohlige Weinachtswärme sowie die Gewissheit und Freude der einzig wahren Religion anzugehören.

Auf das auch Ihr Freude am Sex haben werdet, ich schliesse Euch in meine Gebete mit ein, findet Ihr die Anrufung HIER.

Ramen

Montag, 28. November 2011

Nudliger Lichtermarkt

Bald nahen sie wieder, die Holidays, oder wie wir hier sagen, das Nudlige Lichterfest, das größte Fest der Pastafarigemeinde.

Leider hat diese Wahrheit immer noch nicht alle erfasst. Viele sagen immer noch Weihnachten zu diesem alten Fest und halten sogar Weihnachtsmärkte ab. Um diesen unerträglichen Zustand abzuändern, führt unsere Kirche jedes Jahr eine Lichterfestaktion durch.

In diesem Jahr
am 03.12.
auf dem Lucia Weihnachtsmarkt in der Kulturbrauerei Berlin.
Um 15:00 Uhr

treffen wir uns dort, gehen ne Runde über den Markt und verteilen neben den legänderen Fleischbällchen auch unseren Lichterfestflyer. Dann stellen wir uns an einen Eingang und verteilen dort so lange, bis die Flyer alle sind. Letztes Jahr hat das ungefähr ne Stunde gedauert. Danach gehts wieder zu unserem Stammitaliener.

Wer mitmachen oder einfach mal uns treffen möchte, ist herzlich eingeladen.

Wer den Flyer selbst irgendwo verwenden möchte, um unsere kleine Wahrheit unter die Massen zu bringen, kann ihn sich in A5 hier als pdf downloaden.

Freitag, 5. August 2011

Der Papst kommt.

Dass der Papst nach Deutschland kommt hat sich ja inzwischen rumgesprochen. Das Bündnis gegen die menschenfeindliche Geschlechter und Sexualpolititk des Papstes organisiert aus diesem Anlass eine Demo am 22. September an der auch wir teilnehmen werden.

Im Vorfeld gibt es diverse Veranstaltungen zur Vorbereitung. Unser Beitrag findet am 27. August ab 20:00 in der Z-Bar in der Bergstraße 2 statt. Es gibt das volle Programm, also Glaubensbekenntnis, Lobpreisung der Reliquien, Monster Unser, Abendmahl und natürlich eine Predigt. Die wird sich auch nicht nur auf die Geschlechter- und Sexualpolitik des Papstes beschränken.

Das wird dann ungefähr so aussehen:


Der Eintritt ist natürlich frei und für Gäste in Piratentracht gibt es unsere berühmten Fleischbällchen.

Donnerstag, 19. Mai 2011

Zweimal noch schlafen...

Ja, das letzte Hemd hat keine Taschen. Ist ja allgemein bekannt. Also nur konsequent wenn man die ganze Kohle kurz vor Schluss noch verdallert. So wie es FamilyRadio tut.


Erst dachte ich es wäre die Ankündigung für ein weiteres pop- kulturelles Großereignis, naja ein Großereignis ist es ja auf jeden Fall. Und wenn die Bibel das garantiert...

Besonders schön finde ich auch das "2012-Verboten" Schild auf der Seite des deutschen FR.

Sollte es dann soweit sein werde ich mich auf jeden Fall paddelnd auf der Havel befinden.

Grüß Gott. ;)

Samstag, 14. Mai 2011

Die KdFSM an der Uni

Einiges hat sich in letzter Zeit getan wovon ich kurz berichten möchte:

1. Wir haben gesiegt
Nach einem langwierigen Verfahren sind wir nun gemeinnützig.

"Die Körperschaft Kirche des Fliegenden Spaghettimonsters Deutschland e.V. dient nach der eingereichten Satzung ausschließlich und unmittelbar steuerbegünstigten

gemeinnützigen und kirchlichen

Zwecken im Sinne der §§ 51 ff AO und zu den in §5 Abs. 1 Nr. 9 KStG bezeichneten Körperschaften, Personenvereinigungen und Vermögensmassen."


2. Wir wurden besprochen
In der Sendung Horizonte im Hessischen Rundfunk. Dazu wurde auch ein kleiner Bericht über uns gedreht den es HIER zu sehen gibt.


3. Wir haben gesprochen
Unser Bruder Spaghettus ist von der TU Berlin eingeladen worden zum Thema "Geschlechterrollen in der Religion" die Position der Pastafari darzulegen.
Die wichtigsten Teile des Vortrags findet ihr HIER.

Sonntag, 27. Februar 2011

Stellungnahme der Kirche des FSM Berlin – Brandenburg e.V. zum Schnapsurteil des BAG



Stellungnahme
der Kirche des FSM Berlin – Brandenburg e.V.
zum Urteil des BAG zur Kündigung wegen Arbeitsverweigerung aus Glaubensgründen

Stärkung der Bedeutung des Glaubens und größere Rechtssicherheit für alle religiösen Bürger sowie Gleichstellung aller Religionen
25.Februar 2011

Die Kirche des FSM Berlin – Brandenburg e.V. begrüßt, dass durch das heutige Urteil des Bundesarbeitsgerichtes (BAG) das Recht aller Gläubigen auf die Umsetzung ihres Willens gestärkt wird. Zugleich trägt diese Entscheidung zu einer größeren Rechtssicherheit bei Religionsgemeinschaften, Gläubigen und Arbeitgebern bei.
Die Verweigerung bestimmter sich aus dem Arbeitsvertrag ergebenden Pflichten kann künftig nicht mehr durch den Arbeitgeber sanktioniert werden, wenn der Arbeitnehmer geltend macht, aus religiösen Gründen an der Ausübung vertraglich geschuldeter Tätigkeiten gehindert zu sein. Vielmehr hat der Arbeitgeber zu prüfen, ob für ihn die Möglichkeit besteht, den Arbeitnehmer im Rahmen der von ihm zu bestimmenden betrieblichen Organisation die Möglichkeit einer vertragsgemäßen Beschäftigung, die den religionsbedingten Einschränkungen Rechnung trägt, zu übertragen.

Ausdrücklich wurde dabei nicht auf eine Konfession verwiesen. Vielmehr wurde durch den Bezug auf einen Moslem, der sich weigerte als Ladenhilfe Alkohol in Regale zu sortieren, dieser Grundsatz für jede Religion, unabhängig von ihrer Organisationsstruktur, als gültig gesetzt. Somit gilt das auch für gläubige Pastafari, gleichgültig, ob sie unserer Kirche angehören oder nicht. Mit Recht und mit Nachdruck können wir nun fordern, am Freitag, unserem heiligen Feiertag, von der Arbeit freigestellt zu werden. Auch Tätigkeiten, bei denen er mit Kartoffeln oder Reis in Berührung kommen könnte, kann jeder Pastafari mit dem Verweis auf religiöse Gründe verweigern. Dabei braucht es keines Nachweises, ob das tatsächlich eine zwingende Forderung unseres Glaubens ist. Entscheidend ist allein die Einschätzung des Gläubigen. Eine Beurteilung durch Dritte, insbesondere durch Andersgläubige, hat nicht stattzufinden. Hier berücksichtigt das BAG die völlige Individualität, in der Religion und Glauben praktiziert wird.

So sehr wir dieses Urteil begrüßen, sehen wir es doch nur als einen ersten Schritt in die richtige Richtung. Zwingend verbessert muss die Rechtsprechung des BAG noch dahingehend werden, dass der Arbeitgeber nicht nur zu prüfen hat, ob für ihn die Möglichkeit besteht, den bestimmte Arbeiten verweigernden Gläubigen anderweitig zu beschäftigen. Er muss vielmehr gezwungen werden, notfalls solche Möglichkeiten zu schaffen. Nur so ist volle Religionsfreiheit gewährleistet.
Weiterhin muss der Grundsatz des BAG, alle Religionen bedingungslos gleich zu behandeln, Grundsatz jedes rechtlichen und staatlichen Handelns werden. Es darf keine Bedeutung mehr haben, ob sich Gläubige als K.d.Ö.R., als Verein oder in welcher Form sonst organisieren. Jede Religion muss unabhängig vom Status gleichberechtigt gefördert werden, wenn nicht gegen das verfassungsrechtlich verankerte Gleichbehandlungsgebot verstoßen werden soll.